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6.6.2011: Das SITUMET-Team hat zusammen mit dem Wiener Fahrradkurier Veloce (www.veloce.at) ein Feldversuch für die Einbindung mobiler Wetterdaten in das Wetteranalyse- und -prognosesystem von UBIMET gestartet. Um die Integration von mobilen Echtzeitdaten in die Wetteranalyse- und -prognosesysteme von UBIMET zu testen, wurde zusammen mit dem Wiener Fahrradkurier Veloce am 6.6.2011 ein Feldversuch im Großraum Wien gestartet. Veloce stattete hierfür 10 seiner Fahrradfahrer mit mobilen Wettersensoren (siehe Abbildung 1) aus, die von der Freien Universität Berlin eigens für dieses Experiment entwickelt wurden. Die mobilen Wettersensoren werden nun von den Veloce-Fahrradfahrern an ihren Rucksäcken befestigt (siehe Abbildung 2) auf Ihren täglichen Touren durch Wien mitgenommen und messen Lufttemperatur, Luftdruck und Luftfeuchte. Die so erhaltenen Daten werden über das Mobilfunknetz alle 30 Sekunden an den vom Fraunhofer ISST entwickelten Broker gesendet und von dort aus via Internet an den Datenserver von UBIMET zur Analyse weitergeleitet. Auf der untenstehenden Karte (siehe Abbildung 3) werden jeweils die aktuellen Standorte der Sensoren als rote Kreise dargestellt. Damit stehen UBIMET 10 zusätzliche Wettersensoren in Wien zur Verfügung, die helfen, das Messnetz zu verdichten und lokale Phänomene wie beispielsweise das Stadtklima in Wien zu untersuchen. Die große Herausforderung aber, die u.a. Forschungsaufgabe in SITUMET ist, stellt die Integration von mobilen Messdaten in die Wetteranalyse und Wetterprognose dar. Anders als bei Messdaten von genormten Wetterstationen, kann hier nicht auf punktuelle Statistiken von längeren Zeitreihen (Stichwort Model Output Statistics) zurückgegriffen werden. Daneben spielt auch die Gewichtung der fehlerbehafteten Daten (weil nicht genormt) in der Analyse und Prognose eine große Rolle. Hierfür müssen völlig neue Konzepte entwickelt werden.
Abb.1: Mobile Messplattform
Abb.2: Veloce Fahrradfahrer mit mobilem Wettersensor am Rucksack
Abb.3: Karte mit momentanen Aufenthaltsorten der Veloce Fahrradfahrer. Die von der mobilen Sensorplattform gemessenen Werte werden alle 30 Sekunden an den Borker übertragen. Es wird jeweils der letzte Aufenthaltspunkt mit den jeweils gemessenen Werten als roter Kreis angezeigt. Fährt man mit der Maus über einen der Kreise, erhält man eine Übersicht der letzten gemessenen Werte. Der angezeigte Zeitpunkt wird in UTC angegeben. Um die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) zu erhalten, muss man 2 Stunden aufaddieren. |