Anwendungen
| Die Liste der Anwendungsgebiete von SITUMET ist lang und reicht von Landwirtschaft, über Bau-, Energie- und Versicherungswirtschaft, Tourismus, Infrastrukur bis hin zu Fahrzeugnavigation und Gebäudetelematik. An dieser Stelle soll anhand einiger Anwendungsgebiete der Nutzen und die Idee von STUMET verdeutlicht werden. | |
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Reisewetter für mobile Stadtführer Mobile Stadtführer versorgen Reisende seit einigen Jahren ortsbasiert mit Informationen über Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Cafés, Clubs und andere Orte von Interesse. Die Leistungsfähigkeit der angebotenen Dienste hat sich dabei ständig weiter entwickelt. So werden Informationen mit archivierten Nutzerprofilen abgeglichen und personalisiert bereitgestellt, moderne, GPS-fähige Endgeräte ermöglichen eine exakte Verortung des Anwenders als Basis für ortsbasierte Empfehlungssysteme, und Web 2.0 Technologien unterstützen den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Endnutzern (zum Beispiel in Form von Tourenplänen, die für Freunde und Bekannte im System hinterlegt werden können). Trotz dieser Fortschritte bestehen noch zahlreiche Entwicklungspotentiale. So ist die kontextbasierte Adaptivität der derzeit am Markt verfügbaren Dienste wenig ausgeprägt und beschränkt sich in der Regel auf die Berücksichtigung von Orts- und Profilinformationen. Im Rahmen von SITUMET wird dieses Angebot zukünftig erweitert: Wetterinformationen werden genutzt, um Besuchern noch zielgenauere Empfehlungen geben zu können. Tourenpläne und Besichtigungsprogramme berücksichtigen die Wettervorhersage der kommenden Tage. So ist sichergestellt, dass der Besuch im Biergarten auf einen lauschigen Sommerabend fällt, und der Fernsehturm nur besucht wird, wenn die Aussicht wirklich gut ist. Zeichnet sich ein Wetterumschwung ab, können Reisepläne ad-hoc umgestellt und an die neue Lage angepasst werden. |
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Wetterprognosen in der Gebäudesteuerung Telematische Haussteuerung bzw. Gebäudeautomation wird zunehmend in Bürogebäuden und großen Lagerhallen, aber auch privaten Haushalten eingesetzt. Dabei werden schon sehr verbreitet aktuelle Wetterdaten wie Außentemperatur und Sonneneinstrahlung zur witterungsgeführten Regelung und Steuerung von Heizungs- und Kälteanlagen verwendet. Anlagen, bei denen der Regelung oder Steuerung auch Wetterprognosen zugeführt werden, gibt es bisher jedoch selten. Über SITUMET könnte eine Vielzahl an Gebäudeelementen durch Wetterprognosen gesteuert werden und somit weitaus energieeffizienter arbeiten als bisher. Beispiele hierfür sind Fenster, die sich automatisch schließen, kurz bevor ein Unwetter eintrifft, Heizungs- und Klimaanlagen, die die prognostizierte Wetterentwicklung berücksichtigen und so den Energieverbrauch optimieren, und Automotorenvorheizer, die je nach prognostizierten Nachttemperaturen ausreichend lang vor Start des Autos anspringen. |
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Agrarwetter In der Landwirtschaft ist das Wetter einer der entscheidenden Faktoren für den Ernteerfolg - dementsprechend groß ist die Nachfrage nach relevanten meteorologischen Informationen, wie zum Beispiel Bodenfeuchte, Bodentemperatur und Niederschlagserwartungen für die kommenden Tage. Ziel von SITUMET ist es, bestehende Prognosen durch ein feingranular lokalisiertes und auf Naturräumen basierendes Vorhersagemodell zu optimieren. Darüber hinaus werden im Rahmen von SITUMET Zusatzdienste entwickelt, die den Bauern vor Ort bei seinen Entscheidungen unterstützen. Beispiele hierfür sind Informationen über den Temperaturverlauf und die zu erwartende Luftfeuchte in den nächsten Tagen, um Aussagen über die Entwicklung der Pflanzen und die Notwendigkeit von Bewässerung treffen zu können, oder Winddrift-Informationen zur Optimierung des Pestizideinsatzes. Ergänzt wird das Angebot durch agrarrelevante Warninformationen, z.B. über Brandgefahr oder das wetterbedingte Risiko für den Befall von Kulturpflanzen mit Schädlingen. Darüber hinaus soll auch eine über Telematik gesteuert Bewässerung auf Grundlage räumlich und zeitlich hoch aufgelöster Prognosen der Niederschläge, Temperaturen und Bodenfeuchte ermöglicht werden. |
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Wanderwetter Die größte Gefahr droht Wanderern und Bergsteigern in den Bergen von schnell aufziehenden Unwettern. Gerade auf mehrtägigen Wanderungen ist es schwierig, sich Wetterinformation zu beschaffen. Zwar gibt es bereits die Möglichkeit, sich Unwetterwarnungen auf das Handy schicken zu lassen, aber diese beziehen sich bisher auf Postleitzahlen, die der User dem Wetterdienst senden muss. Zweckmäßiger wäre die GPS-Funktion vieler Handys zu benutzen, um dem Wanderer über seine räumlich Position Wetterinformationen zukommen zu lassen. So kann der Wanderer je nach seiner Position in den Bergen rechtzeitig über heraufziehende Unwetter gewarnt werden, um entweder abzusteigen oder eine Schutzhütte aufzusuchen. Diese Art der location-based services wird eine der Kern-Funktionalitäten von SITUMET sein. |
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